• Home
  • Sammlung
  • Antikenmuseum Basel
ENDE
No image
©Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig
No image
©Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig
No image
©Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig
No image
©Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig
No image
©Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig
No image
No image
No image
No image
No image

Basinophor des Musikers Ptahanch

Inventarnummer
BSAe 1031
Kulturraum
Ägypten

Epoche
Neues Reich
Grunddaten
Gabbro, B. 33,5 cm Neues Reich, 18. Dynastie, Zeit Amenophis‘ III., 1390–1353 v. Chr. Inv. BSAe 1031
Provenienz
Schenkung 2001 Novartis AG, Basel. Erworben bei Daphne und Emanuel Koutulakis, Genf. 1992 mit Sotheby's London . 1881 mit Sotheby's, London. Ehemals Nachkommen Richard von Kaufmann, Berlin. Davor Sammlung Richard von Kaufmann (1849–1908), Berlin. Erworben in der Galerie Martin Heckscher in Wien in der 2. Hälfe des 19. Jhs. 1870 Publiziert von Ernst von Bergmann.
Beschreibung
Bei dem vorliegenden Statuentyp handelt es sich um einen sogenannten Basinophor, der meist einen Beamten kniend vor einem rechteckigen oder runden Becken wiedergibt. Bei dem hier gezeigten Beispiel ist es der Beamte Ptahanch, der dicht hinter einem grossen, rechteckigen, sich zur Basis hin verjüngenden Becken kniet, das er mit beiden Armen umfasst. Seine beiden Hände sind seitlich gut sichtbar. Das vorgestreckte Kinn ruht auf dem Beckenrand, als würde er aus dem Becken trinken wollen. Stilistisch und historisch lässt sich der Basinophor des Ptahanch in die Zeit Amenophis’ III. zuweisen, denn Ptahanch ist auch von anderen Denkmälern her bekannt. Er ist Diener des Hohepriesters Ptahmose in Memphis und Obermusiker des Ptah zur Zeit Amenophis’ III. Diese Titel finden sich auch auf der vorliegenden Statuette. Bezeichnend sind die schräggestellten, mandelförmigen Augen des Höflings mit ihren elegant geschwungenen Brauen und der lebendig gebildete Körper, der befreit ist von einengendem Rückenpfeiler und Basisplatte, letztere berührt er lediglich mit seinen Zehen. Die Beckenränder und die vordere Schmalseite des Beckens sind beschriftet und nennen zusätzlich zu seinen Titeln zwei Opferformeln, in denen die vorderasiatischen Göttinnen Qudschu und Astarte angerufen werden. Zudem wird seine Gemahlin Mi namentlich genannt. Die Deutung dieses nicht sehr häufig bezeugten Statuentyps wird jüngst wieder von Kirsten Konrad diskutiert. Dabei wird das Becken mit der schöpferischen Kraft des Nilwassers in Verbindung gebracht. In der Tat handelt es sich wohl nicht nur um ein blosses Opferbecken, in das sich der Verstorbene Opfergaben für seine ewige Versorgung im Jenseits erbittet, sondern konkreter um ein Wasserbecken, ja einen Teich, aus dem Ptahanch trinkt, um sich damit ein ewiges Leben im Jenseits abzusichern. Diese Vorstellung ist verwandt mit Grabbildern der nährenden Baumgöttin, in deren Schatten der Verstorbene Wasser aus einem Teich trinkt.
Bibliographie
E. von Bergmann, Inschriftliche Denkmäler der Sammlung ägyptischer Alterthümer des österr. Kaiserhauses 1886, in: Recueil de travaux relatifs à la philologie et à l'archéologie égyptiennes et assyriennes (Paris 1870) 195f. Sotheby's London, Antiquities, 13th July 1981, lot. 58. D. Wildung, Die Kniefigur am Opferbecken, MJbK, 36, 1985, 17-38 Sotheby's London, Antiquities, 9th/10th July 1992, lot 374, mit ausführlichen Literaturangaben Réunion des Musées Nationaux (Hrsg.) Aménophis III (Paris 1993) 204-206, Nr. 40bis T. Philipps (Hrsg.), Afrika. Die Kunst eines Kontinents (München 1995-96) 80 Nr. 1.39 (D. Wildung) M. Page-Gasser – A. Wiese (Hrsg.) , Ägypten, Augenblicke der Ewigkeit. Unbekannte Schätze aus Schweizer Privatbesitz (Mainz 1997) 132 Nr. 79; K. Konrad, Ein weiterer Basinophor, Zur Deutung der Sitzstatue eines Schreibers namens Eje (Ijj), in: SAK42, 2013, 181-192 Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig.101 Meisterwerke (Basel 2022) 46f., Nr. 11
Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig
St. Alban-Graben 5
CH-4010 Basel
info@antikenmuseumbasel.ch
Tel. +41 61 201 12 12