• Home
  • Sammlung
  • Antikenmuseum Basel
ENDE
No image
©Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig
No image
©Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig
No image
©Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig
No image
No image
No image

Statuette des Gottes Thot als Pavian

Inventarnummer
BSAe 1103
Kulturraum
Ägypten

Epoche
Spätzeit (Ägypten)
Grunddaten
Steatit, Glas und Gold, H. 12 cm Spätzeit, 6.–4. Jh. v. Chr. Inv. BSAe 1103
Provenienz
Schenkung 2007 Novartis AG. Ehemals Sammlung Martin Winkler (1893–1982), Süddeutschland.
Beschreibung
Der Mantelpavian (Papio hamadryas) gilt neben dem Ibis als zweites heiliges Tier des Mond- und Weisheitsgottes Thot. Die Figur zeichnet sich durch eine feine Bearbeitung des Felles und durch die (einst) eingelegten Materialien aus. Es dürfte sich daher kaum um eine Votivstatuette gehandelt haben, sondern eher um ein Kultbild in einem kleinen Schrein. Der Pavian hockt auf einer schildförmigen Basis. Seine eingenommene Haltung ist typisch für ihn: Die Vorderpfoten hat er auf die angezogenen Knie gelegt. Sein Oberkörper ist aufrecht und der Kopf geradeaus gerichtet. Das Gesicht dominieren die hervortretende Schnauze und die mit zweifarbigem Glas rot und schwarz eingelegten Augen. Seine seitliche Mähne fällt auf die Schulter, und der Oberkörper wird durch ein «mantelartiges» Fell bedeckt. Der lange Schwanz windet sich in einem Bogen um die rechte Gesässhälfte. Minutiös sind seine Füsse und Hände ausgearbeitet; zwischen den gespreizten Hinterbeinen sind seine Geschlechtsteile in gleich feiner Manier gebildet. Die vielleicht einst aus rotem Glas ausgeführten Einlagen beim Gesäss fehlen. Um den Hals trägt er ein rechteckiges Pektoral, dessen Einlagen ebenfalls verloren sind. Ein Loch auf der Schädelkalotte deutet darauf hin, dass sich auf dem Kopf des Tieres ein Kronenaufsatz wohl in Form eines Mondes mit Mondsichel befunden hat. Im Zapfloch auf dem Kopf sind deutlich Spuren von Gold sichtbar. Deswegen liegt die Vermutung nahe, dass sowohl die Krone als auch das Pektoral aus Gold bestanden haben dürften oder zumindest vergoldet waren. Pavianfiguren können oft Pektorale tragen, auf denen meist eine Barke mit Mond und Mondsichel oder das Horusauge dargestellt sind.
Bibliographie
D. Wildung – S. Schoske, Entdeckungen. Ägyptische Kunst in Süddeutschland, Ausstellungskatalog Bayerische Landesbank München (München, Mainz 1985) 82 Nr. 62 Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig, Katalog 101 Meisterwerke (Basel 2022) 68f. Nr. 22
Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig
St. Alban-Graben 5
CH-4010 Basel
info@antikenmuseumbasel.ch
Tel. +41 61 201 12 12