Griff eines Naos-Sistrums mit Thron- und Geburtsnamen des Apries
Inventarnummer
BSAe 1125
Kulturraum
Ägypten
Epoche
Spätzeit (Ägypten)
Grunddaten
Grüne, glasige Fayence, H. 12,7 cm, D. 3,0 cm
Spätzeit, 26. Dynastie, Regierung des Apries, um 589–570 v. Chr.
Inv. BSAe 1125
Provenienz
Ankauf 2008 aus dem M.-L. R. Fonds. Davor mit Charles Ede Limited, London. Erworben 2008 bei Ariadne Galleries, New York. Seit den 1970er in Galerie Besitz. Davor Europäische Sammlung. Erworben in den 1950er Jahren.
Beschreibung
Auf dem stabförmigen Griff eines Naossistrums stehen auf der Vorder- und Rückseite der Thron- und Geburtsnamen des Apries. Die Inschrift lautet: "Vollkommener Gott, Herr beider Länder, König von Ober- und Unterägypten Apries, Sohn des Re Wahibre." Seitlich ist ein Schuppenmuster angegeben.
Als Sistrum wird ein Rasselinstrument bezeichnet, das im Kult zur Besänftigung von Gottheiten verwendet wurde. Die Besänftigung galt verschiedenen Gottheiten aber insbesondere Hathor. Hathor, „das Haus des Horus“, verkörpert alle Aspekte der Regeneration und zählt zu den universellsten Gottheiten des alten Ägypten. Sie ist zudem die Göttin der ausgelassenen Freude, des Tanzes und der Musik sowie des Fest- und Liebesrausches. In Theben wurde sie vornehmlich als Totengöttin verehrt. Die Verbindung mit Isis hat ihr später mütterliche Züge verliehen.
Als Auge des Sonnengottes Re jedoch hat sie verderbenbringende Kraft und verfällt im Mythos vom Sonnenauge dem Blutrausch, indem sie die Menschen tötet. Nur durch eine List des Re konnte sie davon abgebracht werden. Im Kult bedarf sie ständiger Besänftigung durch Musik und Tanz.