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ENDE
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©Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig

Statuette des Gottes Bes

Inventarnummer
BSAe 1212
Kulturraum
Ägypten

Epoche
Römische Herrschaft (Aeg)
Grunddaten
Ton, H. 76,5 cm, B. 23,8 cm, T. 9,3 cm Römische Herrschaft 2. Jh. n. Chr. Inv. BSAe 1212
Provenienz
Ankauf durch den M-L.R. Fonds 2010. Erworben bei Galerie Cybèle, Paris. Erworben 2006 bei Galerie Harmarkhis, Brüssel. Davor Privatsammlung A.D. Brüssel. Erworben in den 1970er Jahren.
Beschreibung
Diese ungewöhnlich grosse Terrakottafigur stellt den Gott Bes dar. Sie ist aus mehreren grossen Fragmenten zusammengesetzt. Von der einstigen polychromen Fassung sind noch Reste erhalten. Der Zwergengott Bes wird stets nackt dargestellt und besitzt Züge eines Löwen . So trägt er z.B. ein Löwenfell als Umhang. Das für Bes typische Attribut ist aber die hohe Federkrone, die hier prächtig ausgeführt ist und sich über einem schmalen, rechteckigen Sockel erhebt. Kennzeichnend für ihn sind auch sein fratzenhaftes Gesicht mit der heraushängende Zunge. Sein Aspekt des wilden Löwen ist an seinen abstehenden Löwenohren noch gut zu erkennen. Das Gesicht ist von der platten Nase und dem grinsenden Blick dominiert , Stirnfalten krümmen sich über den wachsamen Augen und werden von einer mächtigen Falte, die über der Nase in einem dicken Wulst endet, abgeschlossen. Die Löwenmähne ist zu einem ornamental angeordneten Bart stilisiert, dessen Zotten in nach aussen gerichteten Löckchen enden. Seine herabhängenden Armen enden auf seinen Oberschenkeln. Sein Geschlechtsteil ist wischen den Beinen deutlich zu erkennen. Bes, der Zwerg mit fratzenhaftem Gesicht, ist eine volkstümliche Gottheit. Er schützt vor giftigen Tieren, und die Neugeborenen sowie das Frauengemach stehen unter seiner Obhut. Bes war von Hause aus zwar der Beschützer der Geburt, der Neugeborenen und Kleinkinder, die zunehmende Popularisierung und gewaltige Verehrung des Gottes in der Spätzeit brachte aber eine grundlegende Wandlung seines Wesens mit sich, indem ihm nun Eigenschaften grosser Götter übertragen wurden, um seine Macht und Wirkungskraft zu erhöhen.
Bibliographie
Unpubliziert
Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig
St. Alban-Graben 5
CH-4010 Basel
info@antikenmuseumbasel.ch
Tel. +41 61 201 12 12