Fayence, H. 3,1 cm, B. 2 cm
Spätzeit, 26. Dynastie (Saiten), 664–525 v. Chr.
Inv. BSAe 1372
Provenienz
Schenkung 2020 Mireille Hodel, Savigny. Davor Sammlung Dr. Pierre-François Hodel (1963–2020), Lausanne. Erworben 2018 bei Bigler Fine Arts, Rüschlikon. Davor Sammlung L., Frankreich. Erworben 1982. Davor Sammlung R., Macon. Erworben vor 1950.
Beschreibung
Kleines, sehr detailliert ausgeführtes Amulett des Gottes Schu, der kniend und mit erhobenen Armen dargestellt ist. Schu kniet auf einer rechteckigen Basis. Auf dem Haupt trägt er eine dreiteilige Strähnenperücke, am Kinn einen gekrümmten Götterbart. Um die Hüfte hat er einen Lendenschurz geschlungen. Eine Tragöse findet sich am Rücken.
Schu bedeutet „die Leere“, und er füllt damit den Luftraum zwischen Himmel und Erde aus. Er wird ganz als Mensch oder löwenköpfig dargestellt. Durch die Trennung von Himmel und Erde ist er an der Schöpfung beteiligt, als Himmelsstützer ist er gar ihr Garant. Als Sohn des Sonnengottes Re hat er eine enge Beziehung zum König. Schu und seine Partnerin Tefnut sind das erste von Atum ungeschlechtlich erzeugte Götterpaar.