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©Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig

Göttin Isis mit Horuskind

Object Number
BSAe III 00099
Cultural area
Egypt

Epoch
Late Period (Egypt)
Basic information
Kupferlegierung, Reste von Vergoldung, H. 20,6 cm, B. 7 cm, T. 6,8 cm Spätzeit, 26. Dynastie, 7./6. Jh. v. Chr. Inv. BSAe III 00099
Provenance
Depositum Museum der Kulturen Basel. Schenkung 1872 Wilhelm Vischer-Bilfinger (1808–1874).
Description
Die Statuette einer thronenden Isis wurde als Tempelvotiv gefertigt und zeigt die Göttin in ihrer ikonographisch charakteristischen Darstellung als stillende Mutter (Isis lactans). Isis hält ihren Sohn Horus auf dem linken Arm und reicht ihm die Brust. Sie trägt ein enganliegendes Trägerkleid sowie eine dreiteilige Strähnenperücke. Als Kopfschmuck erscheint das Hathor-Emblem aus Kuhgehörn und Sonnenscheibe, das auf die enge Verbindung der beiden Göttinnen verweist. Das Horuskind ist nackt dargestellt und trägt eine enganliegende Kappe mit Uräusschlange an der Stirn. Die an der rechten Schläfe herabfallende Jugendlocke kennzeichnet es als Kind. Das Motiv der stillenden Isis erlangte während der Spätzeit eine ausserordentlich weite Verbreitung und blieb bis in die griechisch-römische Zeit populär. In dieser Epoche entwickelte sich Isis aufgrund ihrer heilenden und magischen Kräfte zu einer universalen Gottheit. Nach dem Osiris-Mythos setzt sie den von seinem Bruder Seth ermordeten und zerstückelten Osiris mithilfe ihrer Zauberkunst wieder zusammen und empfängt von ihm postum ihren Sohn Horus. Um diesen vor den permanenten Nachstellungen Seths zu schützen, verbirgt sie sich mit ihm im Papyrusdickicht von Chemmis, das im Nildelta bei Buto lokalisiert wird, und zieht ihn dort unter grossen Gefahren auf. Die Darstellungen der stillenden Isis verkörpern das Ideal der fürsorglichen Mutter. Der Stillakt symbolisiert zugleich die lebensspendende und regenerierende Kraft der Göttin, wodurch Isis auch als nährende Totengöttin verstanden wird. Das Bildmotiv wurde in christlicher Zeit schliesslich auf die Darstellung der Maria lactans übertragen
Bibliography
J. J. Bernoulli, Museum in Basel. Catalog für die Antiquarische Abteilung (Basel 1880) Nr. 205. E. Hornung – Chr. Loeben – A. Wiese, Immortal Pharaoh. The Tomb of Thutmosis III (Madrid 2005) 84 f., Nr. 3.
Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig
St. Alban-Graben 5
CH-4010 Basel
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